Ordnungspolitik - wozu?

"Die marktwirtschaftliche Ordnung hat überall in der Welt, wo sie praktiziert wird, den Menschen Wohlstand, Freiheit, soziale Sicherheit und politische Stabilität gebracht.

Deshalb bin ich ein glühender Anhänger dieses von Walter Eucken wissenschaftlich entwickelten Systems, das Deutschland aus den Trümmern des 2. Weltkrieges unter Ludwig Erhard zu einem Modell wirtschaftlicher und sozialer Leistungskraft hat werden lassen."


Senator e.h. Dr. Norbert Nothhelfer
Regierungspräsident a. D.

Können Sie sich ein Fußballspiel ohne Fußballregeln vorstellen?
Sicher nicht!

Legen Spielregeln doch klare Rahmenbedingungen fest, sagen im Sinne der Fairness, was erlaubt und was verboten ist, lassen dabei jedoch den Spielern und dem Trainer einen großen kreativen Raum, das Spiel erfolgreich zu gestalten. Auch Wirtschaft und Gesellschaft brauchen einen Ordnungsrahmen, um sich zum Wohle ihrer Bürger zu entwickeln.

Wie nötig ein solcher Ordnungsrahmen ist, haben die Bürger und ihre Politiker gerade während der letzten, großen Wirtschaftskrise erfahren müssen. Der Begründer der „Freiburger Schule“ Walter Eucken sagte: Ordnungspolitik dient der Schaffung und Sicherung einer „funktionsfähigen und menschenwürdigen Ordnung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft“.

Diese Notwendigkeit erkennend, hat es sich der Aktionskreis Freiburger Schule – Initiative für Ordnungspolitik e.V.  zur Aufgabe gemacht, die herausragende Bedeutung der Ordnungspolitik in das öffentliche Interesse zu befördern. Das geschieht auf  vielfältige Art und Weise – durch Vorträge, Symposien sowie Veröffentlichungen von Beiträgen und  Informationsbroschüren.
Unser Brevier „ORDNUNGSPOLITIK - WOZU?“ soll kurz und knapp einen ersten Überblick über ordnungspolitisches Denken in verschiedenen Bereichen der aktuellen Wirtschaftspolitik erlauben.

Wir danken den Autoren dieses Breviers, Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlösser und Dr. Michael Schuhen vom Zentrum für Ökonomische Bildung in Siegen (ZÖBIS) sowie PD Dr. Michael Wohlgemuth vom Walter-Eucken-Institut für die vorliegende Arbeit.

Brevier

In der Reihe "Die kleine Bibliothek der Wirtschaft" hat der Aktionskreis ein Brevier mit dem Titel "Ordnungspolitik - wozu?" herausgegeben, dessen Inhalt Sie auch auf den folgenden Seiten online durchlesen können:


Einführung: Ordnungspolitisch denken

Ausgangspunkt der Überlegungen ist die Wirtschaftsordnung. Sie ist eine öff...

Die Wettbewerbsordnung als ordnungspolitisches Kernanliegen

Wettbewerb steht im Zentrum der konstituierenden Prinzipien marktwirtschaft...

Ordnungspolitik auf den Arbeitsmärkten

Eine effiziente, gerechte und freiheitliche Arbeitsmarktordnung bedarf eine...

Ordnungspolitik und Geldverfassung

Die Geldordnung ist Teil der Wirtschaftsordnung, denn zu den konstitutiven ...

Ordnungspolitik in den Finanzmärkten

In einer marktwirtschaftlichen Ordnung erfolgt die Lenkung des Produktionsf...

Ordnungspolitik und Staatsverschuldung

Wenn der Staat mehr ausgeben will als er einnimmt, muss er zum Haushaltsaus...

Ordnungspolitik im Bildungswesen

Wissen ist eine zentrale Ressource des 21. Jahrhunderts. Zur Bildung gehöre...

Umweltpolitik als Ordnungspolitik

Auch in marktwirtschaftlichen Ordnungen erfordern Umweltbe...


Ordnungspolitik im Gesundheitswesen

Die Gesundheitssysteme befinden sich in einer Schieflage: Steigende Kosten ...

Ordnungspolitik in der Alterssicherung

Alterseinkünfte sollten sich aus geleisteten Beiträgen während der Erwerbsa...

Ordnungspolitik als Sozialpolitik

Eine ordnungskonforme Sozialpolitik orientiert sich an gesellschaftlichen G...

Ordnungspolitik im Steuerrecht

Aus ordnungspolitischer Sicht sollte die Steuerpolitik in der Sozialen Mark...

Ordnungspolitik und Europäische Integration

Die Vertreter der Sozialen Marktwirtschaft, führend Ludwig Erhard als deuts...

Lektürehinweise

Goldschmidt, N./ Wohlgemuth, M. (2004) (Hrsg.):
Die Zukunft der Sozial...